Nuntius spendete Bischofsweihe
Am Beginn der Weiheliturgie verlas der Ordinariatskanzler Harald Tripp das päpstliche Ernennungsschreiben. Papst Franziskus rief darin den neuen Militärbischof auf, „mit größtem Einsatz den Sieg der Liebe der göttlichen Barmherzigkeit über Tod und Sünde“ den anvertrauten Soldaten und ihren Familien zu verkünden.
Nach dem Versprechen des Erwählten erfolgte nach Anrufung der Heiligen die Bischofsweihe, die Erzbischof Zurbriggen durch Handauflegung und Weihegebet spendete. Nach der Salbung wurde dem neuen Militärbischof Evangeliar, Ring, Mitra und Hirtenstab überreicht, die die bischöflichen Aufgaben des Leitens, Lehrens und Heiligens verdeutlichen. Anschließend führte der Apostolische Nuntius den neugeweihten Militärbischof zum Platz des Vorstehers der Weiheliturgie, der auf diese Weise Besitz von der Militärdiözese ergriff.
Verteidigungsminister Gerald Klug überreichte im Rahmen der Feierlichkeit das Dekret zur Beförderung zum Militärbischof. "Die Militärseelsorge blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Als Militärbischof leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Zusammenleben in der Gesellschaft und im Staat. Durch Ihr Engagement für die ökumenische Zusammenarbeit fördern Sie den wichtigen Dialog mit Gläubigen anderer Religionen. Für Ihr Amt wünsche ich Ihnen alles Gute", so Klug.
Generalstabschef General Othmar Commenda nahm als höchster Militär an der Veranstaltung teil und betonte in seinem kameradschaftlichen Wort die gute Zusammenarbeit und den Stellenwert der Militärseelsorge im Bundesheer.
Werner Freistetter folgt als dritter Militärbischof in Österreich Christian Werner nach. Die Katholische Militärseelsorge wurde 1986 von Papst Johannes Paul II gegründet. Sie unterstützt Soldatinnen, Soldaten sowie zivile Angehörige des Österreichischen Bundesheeres bei Lebens- und Gewissensfragen und bietet ihre seelsorgerische Hilfe an.