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Kasım 21, 2015
 
 
 
 
 
 
EMPÖRUNG ÜBER FRANZÖSISCHEN BÜRGERMEISTER

„Der Islam muss in Frankreich verboten werden“

Der französische Bürgermeister Robert Chardon hat am vergangenen Freitag mit seinem Tweet „Der Islam muss in Frankreich verboten werden“ eine Welle der Entrüstung ausgelöst.
 
 

 

Im Rahmen des Hashtags #NSDIRECT wurde den Wählern die Möglichkeit gewährt, direkte Fragen an Nicolas Sarkozy zu stellen. Chardon, Bürgermeister von Venelles und zugleich Mitglied der wichtigsten konservativen Oppositionspartei Frankreiæchs (UMP - deutsch: Union für eine Volksbewegung), entlarvte sich mit seinem Tweet als Islamfeind.

 

Doch Chardon ging noch weiter und wurde konkret. In einem weiteren Tweet, hinweisend auf die Präsidentschaftswahlen, behauptete er: „Am 18. Oktober 2017 wird der Islam verboten“. Diesmal untermauerte er seinen Tweet mit tiefgründigem Wissen. Das Datum weist eine symbolische Wichtigkeit auf. Genau am 18. Oktober vor 332 Jahren verbot der französische König Ludwig XIV, auch genannt der Sonnenkönig, alle Konfessionen außer dem Katholizismus.

 

Die Tweets von Chardon sorgten für Empörung. Während zunächst über einen Hacker-Angriff spekuliert wurde, widersprach der Bürgermeister dem höchstpersönlich. „Die Tweets habe ich selbst verschickt“, erklärte er. Es sei der einzige Weg, die Probleme in Frankreich zu lösen.

Mickrige Antwort Sarkozys

Der frühere Staatspräsident Sarkozy, der als UMP-Vorsitzender in die Politik zurückgekehrt ist, ließ Chardon nicht lange warten und antwortete ihm über Twitter: „Ich missbillige seine Aussage. Sie überschreitet die Grenzen des Laizismus.“ Weiterhin sagte er, dass der Laizismus die Garantie für das Recht auf Religionsfreiheit darstelle.

 
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