Die Diskussion wurde mit einer Eröffnungsrede von Hüseyin Hurmali, dem Vize-Präsidenten der Journalists and Writers Foundation, eingeleitet. „Das Streben nach sozialer Gerechtigkeit ist eine der grundlegenden Prinzipien der JWF“ , so Hurmali. „Die Bekämpfung der Korruption nimmt für die Etablierung der sozialen Gerechtigkeit eine bedeutende Rolle ein.“ Mit diesen Worten leitete Hurmali die Diskussion ein. Ahmet Erdi Öztürk vom Institut der Politikwissenschaften an der Universität Ljubljana, und Prof. Dr. Istar Gözaydin, Professor für Politik und Rechtswissenschaften, kamen zu Wort. Öztürk erläuterte die unterschiedlichen Arten der Wahrnehmung in Bezug auf die Korruption und die soziale Gerechtigkeit. Die Analysen der Professorin Gözaydin bildeten den Höhepunkt der Veranstaltung. Sie sprach über die Entwicklung der politischen Korruption in der Türkei. „Am 17. Dezember 2013 wurde die Türkei auf das Korruptionsskandal aufmerksam“, so Gözaydin. Dieses Ereignis sei der Anfangspunkt der Ausschreitung des Konflikts zwischen den Anhängern Erdogans und der Hizmet Bewegung gewesen. Die AKP, die ein System der Korruption etabliert habe, hätte als Verteidigungsstrategie die Beschuldigung der Hizmet Bewegung gewählt. „Entweder gehörst du zu uns oder bist gegen uns.“-
Die Mentalität der AKP ließe sich mit diesem Satz zusammenfassen, was wiederum ein starkes Anzeichen für die undemokratische Haltung dieser sei.
Die Veranstaltung, an der mehr als 80 internationale DiplomatInnen und AkademikerInnen teilnahmen, fand im Rahmen der 24. Sitzung der UN- Kommission für Kriminalitätsbekämpfung und Kriminelle Gerechtigkeit statt.
Außerdem beteiligten sich viele Twitter-Nutzer mit ihren Kommentaren, die sie mit dem Hashtag #corruptionisharm
Bilal Baltaci